Monthly Archive for September, 2007

G’day

Nach langer Zeit mal wieder ein Trag – auch hier draußen sind wir nicht vor der Gefahr der Computerviren geschützt: Ein Virus hatte sich in unsere SateliteninternetLeitung eingeschlichen und absolut unrealistische Mengen an toten Daten heruntergeladen … und das kostet. Zum Glück hat die Telefongesellschaft den Virus auf ihrer Seite gefunden, wir waren also unschuldig. Wir mußten aber einige Zeit auf unser heißgeliebtes iNet verzichten.

Was ist passiert auf Bullo? Ich habe endlich meinen heißersehnten ersten Burramundi-Fisch gefangen (Bild). Es hat mich etliche Angelstunden gekostet. Ich hatte schon alles am Haken: Catfisch, Stingrays und sogar einen Hai – aber nie einen hier all so beliebten Burramundi. Ich habe habe immer nur gesagt: I saved a burramundi‘s life today!

Ich bin gestern mit unserem Piloten zurück nach Darwin geflogen. Da die Regenzeit sich ankündigt flogen wir im Slalom zwischen riesigen Gewittertürmen hinduch und wurden gut durchgeschüttelt.
Plan A lautet: Autokauf in Darwin – wenn möglich 4WD, Reise südwestlich Richtung Bullo Station, dort für einige Zeit bleiben (ich komm‘ da bestimmt nie weg :-) ) und dann weiter richtung Westen und Perth.
Die Tage werden hier oben immer heißer und stickiger. Gestern hatten wir einen tropischen Regenschauer imensen Außmaßes. Ich war gerade auf dem Weg zu den Duschen, als ich durch des himmels Kübeln durchtränkt wurde.
Es ist sehr eigenbartig nach 3 monatiger Isolation wieder in einer Stadt zu sein. Auf einmal sind Sachen wieder wichtig und von Nöten, die man komplett vergessen hat. Man brauch permanent Geld, es herrscht ein Gerenne und Gebrabbel überall, welches ich ich schon fast vergessen und verdrängt hatte. Witzig ist, daß man im Busch sein Ziel weit weg sieht und auf kürzester Linie gradlinig d‘raufzusteuert – hier in der Stadt kann man immer nur ein paar Meter voraus schauen, muß aufpassen, daß man nicht mit Passanten kollidiert und muß viele Umwege und Stops einlegen um an das Ziel zu kommen.

Darwin ist noch ziemlich voll von Backpackern, die alle noch das große Abenteuer suchen. Ohne es zu wissen, habe ich des Backpackers Dream gefunden. Viele, die auf einer Station waren wurden dort auf miese Art und Weise ausgenutzt und schlecht behandelt. Ich kann mich ja zum Glück nicht beklagen!

Ich wohne hier in Darwin in einem 4-Bettzimmer mit einem Australier, was sehr ungewöhnlich ist – meißt sind die Backpacker voll von Reisenden aus aller Welt. Brian arbeitet in einer Pappkartonfabrik und verdient dort sein Geld zum Reisen. Er faltet Pappkartons für Mangofarmen und versucht sich täglich einzureden, daß es nur ein Job ist um sein Reisegeld zu verdienen – 12 Stunden am Tag!

So – nun schnell in‘s iNet-Cafe, das hier verschicken, Bilder hochladen und dann in den Pool.

Guten Herbst!