Monthly Archive for Juni, 2008

Nur noch wenige Worte …

Ich warte gerade auf‘s Taxi zum Flughafen und stimme mich ein!
Vielen Dank für‘s Mitlesen … und großen Dank an Terra Australis.

Wir sehen uns @ home

Nikolaus

Nur noch wenige Tage …

… 10 an der Zahl. The day X will come. Und dann bin ich X-Gast im Lande der Australier.
Und was ist bis heute so noch passiert? Nachdem wir heile wieder in Perth angekommen sind, haben wir uns der zivilisierten Stadtwelt hingegeben.
Wir haben hier in Perth endlich mal Programmkinos ausfindig machen können, die sich erfolgreich von den Holywood-Blockbustern distanzieren ( zurecht!).
Ich habe noch nie so viele deutsche Filme mit englischem Untertitel gesehen, wie in letzter Zeit. „Die Fälscher“, „Das Leben der Anderen“ und „Auf der Andere Seite“ wurden im Originalton gezeigt. Mit dem letzten Film habe ich mich sehr über die Szenen aus Hamburg gefreut :-) Good ol‘ Hamburg!

Meinen Bus habe ich (leider) erfolgreich verkaufen können. Ein junges neuseeländisches Pärchen wird meinen fahrenden Turnschuh wieder gen Norden reiten … dort wo er hingehört! Er liebt und braucht das trockene Outback (dann regnet‘s auch nicht mehr durch die Türe :-)
Mein Surfbrett werde ich dem DHL anvertrauen – vielleicht lässt sich daraus ja ein schönes Möbelstück zimmern. Oder als Leichtwindwaffe für schwache Kite-Tage.
Ansonsten genieße ich / wir die letzte Zeit. Ich bin viel mit Mathias zusammen – und seine nette WG in Freemantle ist immer einer schöner Zufluchtsort für Cafe und Klönsnack.

Wir sind gerade dabei einen kleinen Film von unserem gemeinsamen Roadtrip zusammenzustellen. Mal sehen wann das Wunderwerk fertig ist!

Take care und bis later!
(auch die Tage des BLOGs sind gezählt … eine kleine Bolg-Abschiedsparty wird es aber geben)

Die Tage sind gezählt.

Liebes Tagebuch,
wir sind von Cervantes weiter gen Norden Richtung Port Denison/ Dongara gefahren.
Dort wurde im Februar der sogenannte Kitestock abgehalten. In der Hoffnung noch die Restwinde vom Februar abzubekommen standen wir am Strand im Regen, haben mit den einheimischen kitesurfern klug gesnackt und Mathias hat seine Drachen etwas in die verregneten Winde gehalten.
Nördlich von Port Denison gibt es den 7-Mile Beach, an dem ich schon bei meiner Westküstenherunterreise übernachtet hatte (nun werde ich endlich mal die Funktion benutzen können, in meinem eigenen Blog zu verlinken)! Wir standen an meinem alten Platz am Strand und haben ziemlich unerfolgreich nacht geangelt – das einzige, was wir fingen, war die Dunkelheit.
Weiter ging es dann in einem Stück bis nach Kalbarri – da ich ja wiegesagt die Gegend schon kannte, habe ich unbezahlten Tourguide gespielt und wir bewanderten im hiesigen Nationalpark die Canyons und Flußbette (ein Flußbett – viele Flußbette). Wir haben uns dann einen Tag in Kalbarri die Profisurfer am Jackson Point angesehen. Eine Welle, die um die wirklich um die Ecke auf ein Riff zuläuft. Welle küsst Riff – und dazwischen muskulöse Helden auf Brettern. Wir erfuhren, daß gerade eine Woche zuvor ein Surfer auf‘s Riff aufgeschlagen ist und nun in Perth Krankenhaus liegt. Somit blieb es bei Staunen und Baked Beans mit Toast am Strand für uns … dafür sind wir Profi genug!

Kalbarri ließen wir im Norden Kalbarri sein und fuhren Richtung Lancellin – wir sind nun seit 2 Tagen hier. Fahren im „Australien Style“ mit dem Bus am Strand entglang, surfen, angeln, lesen, kiten ein wenig und genießen unsere letzten Tage. Da ich am 25. Juni mit einem lachenden und einem sehr weinenden Auge in‘s Flugzeug steigen muss, genieße ich die letzte Zeit meiner nomadigen Freiheit. Mathias bleibt noch einen Monat länger als ich in Terra Australis.
Mir steht noch der Verkauf meines heißgeliebten Busses bevor. Aber vielleicht pack‘ in den fahrenden Turnschuh in einen Überseecontainer und hole ihn am Hamburger Hafen wieder ab. In St. Peter Ording würde ich der Held sein mit dem Gefährt – nur das Steuer auf der rechten Seite würde stören … egal – dann fahr‘ ich halt nur noch rückwärts!

Sonst gibt es nicht besonderes weiter zu tippen. Wir stehen unter dem riesigen Sternenhimmel der südlichen Hemisphäre auf einem einsamen Parkplatz im Nichts, haben die Bäuche voller Selbstgekochtem, Mathias liest, ich tippe, der Kühlschrank brummt und unsere Öllampe (der gute alte Russe) vertreibt die kriechende Kälte aus unserem Bus. Uns geht es gut!

Ach ja … als ich noch auf der Station im Northern Territory Cowboy spielte, haben wir einen österreichischen Autor / Journalist zu Besuch gehabt. Dieser war im Auftrage einer österreichischen Zeitung unterwegs und hat einen Reisebericht über die Station geschrieben. Dieser ist in der Online-Ausgabe zu lesen. Der Bericht ist etwas älter – habe aber erst vor Kurzem den Link bekommen: http://derstandard.at/druck/?id=3224195

N&M